Da gab's offenbar etwas Neues! Dauphin reckte den vom Joch befreiten Hals mit glorreichem Schwunge in die Höhe, um nicht übersehen zu werden, denn er war doch daran gewöhnt, geachtet und sogar ausgezeichnet zu sein!

Kannte Dauphin nicht einen dieser dicken Kerle da? Hatte er nicht mit einem dieser roten Hengste einst sogar Freundschaft? Er zerrte an seiner Leine, und einer der Füchse legte seinen starken Hals über Dauphins Mähne ... Dauphin wibberte, indeß er so in dieser Liebkosung verharrte, am Heu eines Protzkastens, fraß nicht, hälmelte nur so und war seit langer Zeit wieder einmal durchaus beglückt!

Bauern, die Dauphin schon oft neben müden Kühen durch die Stadt hatte schlendern sehen, ergingen sich zwischen den abgeschirrten Pferden, rieben die Hände aneinander und lachten sich an und guckten den starken Gäulen in die aufgerissenen Mäuler. Dauphin hätte sich nicht so von jedermann in den Mund gucken lassen!

Seine zwei Begleiter hatten's eilig! Ein Judenbübchen, kaum fünfzehn Jahre alt, kam auf sie zu, klatschte Dauphin auf den Schenkel, trat aber wieder rasch beiseite, als fürchte er sich vor den Zweien. Es legte die eine Hand vorsichtig auf seine Mütze, die sonderbare Wülste hatte, als verhülle sie einen verbeulten Kopf.

„Na, willst du nicht anbeißen?” fragte der eine von Dauphins Begleitern, und der andere fügte gleich hinzu:

„Kannst ihn billig haben!”

„Der Fuchs hier,” antwortete das Judenbübchen, „kostet fünfundsiebzig Mark!”

Es zog aus seiner tiefen Innentasche ein Pfund Butter und stülpte die Mütze seines Kopfes und hielt in der Mütze den beiden zehn reinweiße Eier vor die Nasen. Der Knabe sah sogleich, daß sie's zufrieden seien und sagte, indem er ihnen seine Kostbarkeiten überreichte und die Leine ergriff:

„Emma heißt sie doch, gelt?”

Der eine steckte die Butter in seine Innentasche, der andere kippte am Wagenrad ein Ei auf, und beide sagten sie zugleich: