„Emma! Freilich, wie denn sonst!”
Auch der andere schlug ein Ei auf, und während der Judenknabe das Gäulchen schon fortführte, flogen die Eierschalen um ihre Ohren, aber sie beide achteten nicht darauf!
Sie entfernten sich weiter von der Stadt, überschritten die Brücke, die Dauphin noch nie überschritten hatte, und kamen auf eine Landstraße, die links und rechts mit alten Apfelbäumen bestellt war. An einem Steinhaufen mußte Dauphin stehen bleiben, und der Knabe schwang sich auf seinen Rücken.
Heisa! Heisa! Ein Kind auf Dauphins Rücken, draußen in der Freiheit, unter Apfelbäumen, zwischen Aeckern und Wiesen! In leichtem Trab lief er dahin über die Steinstraße, ledig der Siele, ledig der Stadt, ledig des mürrischen Balthasar!
Ein Apfel hing allein auf einem Baum: der Knabe stieg ab, warf mit einem Stecken in die Krone, der Stecken blieb hängen, der Apfel fiel, und der Knabe gab den Apfel dem Gäulchen, das auf einmal wieder einen Namen hatte!
„Will Emma auch ein Stück Brot?”
Jawohl, Emma will auch ein Stück Brot!
Aber Emma will auch den Knaben wieder auf ihrem starken Rücken tragen! Am nächsten Steinhaufen blieb Emma wieder stehen, und der Knabe schwang sich wieder bäuchlings auf den schmalen Pferderücken, und der Pferderücken schwebte nur so dahin, einer ungewissen Zukunft entgegen!
Die große Glocke der Stadtkirche flutete hinterdrein, und als das Gewoge nicht mehr zu hören war, verzögerte Emma den Schritt! Schweiß stand auf ihrer Haut. Durchs nächste Dorf führte der Knabe sein Tierchen an der Leine, und hinterm Dorf stieg er nicht wieder auf, und der Schweiß verkroch sich wieder.
Ein Gebirge hob sich aus der Ebene auf, und in den Fichtenspitzen des Bergkammes schwang sich ein leiser Wind. Die Sonne senkte sich gerade in diese zart bewegte Ruhe, und der Knabe sprach und deutete: