„Ist Ihr Diener ... bin ich ein Auerochs?“ fragte Mabuse grob. „Sie können mit mir sprechen! Was haben Sie auf der Leber?“
Der Graf starrte weg. Er hatte nicht einmal mehr den Mut, seinen Arzt anzuschauen ... Wird er mich heilen? fragte er sich. Dann begehrte er schwach und zaghaft gegen ihn auf.
Du bist kein Mensch! Du bist ein Teufel! schrie sein Inneres heimlich. Aber seine heftigen Gedanken glitten hastig davon. Er war so schläfrig. „Ich bin immer müde!“ sagte er.
„Befehlen Sie in meiner Gegenwart Ihrem Diener alles, was Sie besuchen will oder Sie anruft, kurz abzuweisen. Er hat zu sagen: Der Herr Graf ist verreist. Ohne Adresse, Schluß!“
Mechanisch wiederholte Told dem Diener den Befehl. Der verbeugte sich und ging.
„Ich bin nicht sicher, ob ich Sie weiter behandeln werde!“ sagte Mabuse.
Aber Told verstand ihn nur mehr halb. Es war ihm, als sickere ein träges Gift durch seine Adern.
„Sie haben Durst!“ befahl Mabuse.
„Ja!“ flüsterte der Graf.
„Trinken Sie Kognak und Tokaier gemischt. Soviel Sie wollen. Nur schwere Sachen! Der Alkohol wird es Ihnen leicht machen. Sie müssen alles in sich zerstören, was war. Ihre Frau auch. Wenn Sie die Überzeugung haben, daß das Ihnen gelingt, sind Sie heilbar. Alles zerschlagen. Sie verstehen mich! Der Alkohol hilft dazu!“