Die Carozza erzählte heftig, was zwischen ihr und dem Staatsanwalt vorgegangen war. Spoerri entgegnete gleichgültig: „Ich meine, so beweisen, daß nichts mehr daran zu tüfteln ist? Rasch, bitte. Ich muß in fünf Minuten aus dem Flur heraus sein.“
„Was soll ich tun, daß der Doktor mir glaubt?“ fragte entsetzensvoll die Carozza.
„Der Doktor ist sehr in Sorge, muß ich dir sagen. Er hatte so was nicht von dir erwartet.“
„Nein, nein,“ stammelte fassungslos die Carozza. „Wie soll ich beweisen ... wie soll ich ... Du weißt doch, Spoerri ...“
Da zog Spoerri mit einem feinen Lächeln ein Fläschchen aus der Tasche. „Da drin“, sagte er, „liegt der Beweis.“
„Wo?“ fragte Carozza aufgelöst.
„Hier drin, meine Liebste, nicht wahr?“
„Ich verstehe dich nicht,“ sagte die Carozza.
„Ho, das brauchst du auch nicht. Nur zu trinken, weißt du, bloß ein Schlückchen. Dann glaubt dir der Doktor aufs Wort.“
Da sah die Carozza das Fläschchen entsetzt an. „Was ist es?“ stotterte sie.