XVII
Das Haus wurde von den dazu bestimmten Polizisten umzingelt, während Wenk an der Spitze der andern zur Haustür hinaufeilte und auf die Klingel drückte.
Doch schon war die Sprengbombe bereitet.
Mabuse war noch nicht zu Bett gegangen. Der Lärm, der unerwartet die Straße erfüllt, hatte ihn an die Luke getrieben, die in einem der geschlossenen Läden über der Haustür angebracht war. Er sah im ersten Blick: es war die Polizei!
Er erschrak nicht. Er sammelte sich nur. Aus allen Geweben und Gefäßen zog er die Kraft, die ihnen innewohnte, in sein Hirn. Er befand sich vor einem Augenblick, den er Tausende von Malen sich selber vorgeschildert hatte.
Während er das Gesicht an den Spion hielt und sich nichts von dem entgehen ließ, was draußen im Licht der Scheinwerfer, die sein Haus von allen Seiten in Grellheit badeten, geschah, zog er eilig aus dem Schrank, den er, ohne seinen Posten zu verlassen, erreichte, eine Polizistenuniform heraus.
Er hörte die Hausglocke läuten.
In der Wand hatte er ein Telephon. Es war eine Leitung, die er zusammen mit Georg während einiger Nächte durch den Boden zu einer Villa gelegt hatte, die auf der Hinterseite mit seinem Grundstück zusammenstieß. Er drückte das verabredete Alarmzeichen auf den Wecker. „Spoerri?“
„Ja!“
„Die Polizei ist im Begriff, bei mir einzudringen. Fliehn Sie nach verabredetem Programm. Die Gräfin holen. Das neue Auto für mich bereiten. Zündung ausprobieren. Tauben nach Schachen! Schluß.“