Sie fliehen truppweise. Der zweite Wagen fuhr schneller. In ihm wird Mabuse sein. Im ersten Helfershelfer!
Ober-Günzburg meldete die Durchfahrt der Wagen schon in einem Gespräch. Der zweite Wagen folgte dem ersten, als der Beamte gerade den Durchgang des ersten angezeigt hatte.
Einen ähnlichen Bericht brachte Buchenberg.
Da hielt Wenk es an der Zeit, Schachen anzurufen. Er gab die Anweisung, das Eintreffen von zwei Wagen abzuwarten und dann nach dem vorgezeichneten Plan loszuschlagen. Der Mann, auf den es vor allem ankäme, trage wahrscheinlich die Uniform eines Münchener Polizisten. Man solle sich dadurch nicht irremachen lassen. Das sei Mabuse!
Wir haben sie sicher, sang alles in Wenk, als weiter Meldung auf Meldung folgte. Und alle Meldungen ihm versicherten, daß der Weg der Fliehenden auf Schachen ginge.
Ortsnamen auf Ortsnamen glühten vor Wenk an der Namenstafel auf. Aus der Nacht riefen ihn Dörfer und Städtchen an und banden sich an ihn. Unsichtbares Geisterband warf er über Landschaften, die bis an die Grenzen des Reiches gingen. Die heimliche Tat einer weiten Landstraße riß er so aus der Finsternis an sich, und die Landstraße wußte nichts davon. Er hatte mit dem kleinen Hebel diese ganze ungemessene, in Finsternis gehüllte Chaussee, über die die Tat tobte, in seiner Hand.
Die Etappen, die er eingerichtet, hatten ihm nicht versagt ... ihm, dem Feldherrn. Keine einzige!
„Hergatz“ leuchtete es auf, und das kleine Geräusch des Weckers in der Maschine vor ihm erscholl ihm so vertraut, als sei es sein Name, der gerufen wurde.
„Ja!“ sagte er, „Staatsanwalt Wenk, München!“
„Ein kleines offenes Auto mit großer Schnelligkeit vorbei auf Lindau zu. Zwei Personen drin. Doch nicht sicher erkannt.“