„Ja, das ist der Poldringer!“ antwortete Wenk traurig.

Mabuse war entkommen.

XIX

Mabuse trug die ohnmächtige Frau mit hastigen Schritten vom Ufer des Rheinkanals fort in das nächste Haus. Es wohnte ein Rietbauer drin.

„Wir sind verunglückt!“ sagte Mabuse. Dann stellte er sich ans Fenster und überwachte den Weg draußen, der vom Kanal kam.

Als eine Stunde so vergangen war und die Frau die Augen wieder öffnete, sah Mabuse, wie sie aufzuckte, als sie ihn erkannte, und sich, von einem Schrecken gefaßt, fortwandte. Er ging rasch zu ihr und flüsterte, über sie gebeugt, ihr zu: „Wir sind gerettet! Wir sind aneinander geschmiedet!“

Seine Worte legten sich eindringlich und im Flüsterton mit einer heißen Heimlichkeit auf ihr Gemüt. Sie widerstand dem Mann nicht mehr und begann sich zu erheben. Die Bäuerin versprach ihr beizustehen.

Mabuse schaute auf einer Karte das nächste Dorf nach. Dann ging er, sicher, nun nicht mehr unmittelbar verfolgt zu sein. Georg war als Opfer geblieben und hatte ihn gerettet. Schuld daran war die kleine Dummheit der Polizistenuniform.

Das Dorf war nicht ferner als zwanzig Minuten. Es hatte einen Fernsprecher in einem Gasthaus. Mabuse bestellte Kaffee und rief Zürich an. Es kam nach einer halben Stunde. „Wer spricht?“ fragte er.

„Rechtsanwalt Ebenhügel, Zürich!“ wurde geantwortet.