„Ist er denn in Berlin? Gewiß, das wünsche ich aufs lebhafteste!“
„Ja, er ist hier. Er hat seine Praxis aufgegeben und zeigt seine Fähigkeiten öffentlich. Er ist rasch berühmt geworden. Den Namen Weltmann haben Sie gewiß schon gehört!“
Wenk genierte sich Nein zu sagen. Er antwortete mit einem halb unterdrückten: „Gewiß!“
„Nun, dieser berühmte Weltmann ist es. Sie wissen, er ist bekannt, weil er nur eine Hand hat. Die andere liegt in den Karpathen — 1915! Also abgemacht! Ich werde ihn morgen benachrichtigen. Haben Sie Telephon?“
Wenk nannte seine Nummer.
Die beiden Herren gingen dann in ein Haus, in dem Äther, Kokain und Opium zu bekommen waren, im Durchschnitt aber viel handgreiflichere Laster gepflogen wurden.
Am nächsten Tag schon wurde Wenk gerufen. „Hier Polizeidirektor Vörös! Es trifft sich wie bestellt für Sie, Herr Staatsanwalt. In einem Privathaus bei einem Landsmann von uns, über den ich Ihnen lieber entre nous etwas Persönliches sage, gibt Weltmann heut abend eine Soiree. Es genügt, daß Sie den Wunsch äußern, und Sie können sich als eingeladen betrachten. Ohne weitere Formalität. Es ist ein sehr gastliches Haus. Sie werden sich nicht im geringsten als Fremder fühlen. Es sind mindestens sechzig bis siebzig Leute geladen. Ich übernehme alles Weitere, und wenn es Ihnen recht ist, hole ich Sie per Auto um neun Uhr ab. Die Villa liegt etwas weit draußen. Hinter Nikolassee.“
„Ich danke Ihnen vielmals. Sie überhäufen mich mit Liebenswürdigkeiten,“ antwortete Wenk zurück. „Und ich kann es Ihnen gar nicht entgelten.“
„Wir Ungarn halten es immer so. Es macht uns Freude,“ lachte die andere Stimme zurück. „Also es ist abgemacht!“
„Abgemacht!“