Basch wiegte träumerisch: Nein, mit dem Kopf.

Wenk sah den gefärbten, lohenden Haarschopf der Carozza, hoch und lose aufgetürmt, hinter einem Gesicht leuchten. Aber seine Augen gingen immer wieder zu der anderen Frau.

Der Bankhalter kaufte eine Figur und deckte seine Karten auf. Er hatte nur vier. Auch Basch legte seine Karten um, auf einmal, mit einem fieberhaften Anlauf. Er hatte drei.

„Er spielt, als habe er Äther getrunken!“ flüsterte Wenks Nachbarin. „Bei drei keine Karte zu nehmen! Idiotie!“

Der Blondbärtige im Geldeinziehen warf einen raschen Blick über Wenk. Der fühlte sich gegen den Gewinner gereizt. Er erhöhte seine Einsätze. Er gewann, verlor manchmal dazwischen und gewann wieder.

Basch verlor weiter, jedesmal. Wenk nahm innerlich immer mehr seine Partei. Er setzte sein Geld, als sei es eine Waffe für Basch und gegen den Blondbärtigen ... als schlüge er damit auf den Blondbärtigen ein.

Wenk sah, der Blondbärtige schaute niemanden an als Basch und ihn. Er nahm also den Kampf auf. Wenk stürzte kopfüber ins Spiel, heißblütig, von einer dunklen Kraft bezwungen, die gegen den Bankhalter aus seinem Blut in sein Hirn wuchs. Er verlor sich von sich selber. Er spielte nicht mehr, um zu beobachten und zu entdecken. Er war dem Spiel unterlegen. Er spielte wie alle die Menschen, die er dem Spiel zu entreißen hergekommen war. Er vergaß sogar die schöne Frau. Als er das leis zu erkennen begann, schämte er sich, und es kam ihm zum erstenmal am Abend der Gedanke, im Zimmer umzuschauen, ob Hull das nun sähe.

Aber es war gar nicht Hull, der hinter der Carozza saß. Wenk schaute vergeblich umher. Hull war nicht da. Die Carozza saß mit einem fremden Kavalier hinter einem Spieler, mit dem sie gemeinsame Einsätze machte. Da fand sich Wenk wieder zurück. Er hörte auf zu spielen und verließ gleich den Saal im Ärger gegen sich.

Als er auf der Wendeltreppe war, sah er, daß auch der Blondbärtige sich erhob.

Wenk hatte sein Auto zur Villa der Musikfreunde bestellt. Daran erinnerte er sich erst, als er schon ein Stück Weges der Stadt zu gegangen war. Er ging also rasch zurück und fuhr heim. Er legte sich gleich ins Bett. Aber er fand keinen Schlaf, weil ihn der Gedanke nicht verließ, daß er nicht hätte weggehen, sondern bleiben sollen. Daß er hätte mit Basch sprechen sollen.