„Nein, da hatte niemand etwas gehört.“

Wenk ging auf die andere Seite der Mauer in den Park. Es war nichts zu sehen als an einer Stelle Spuren von vielen Füßen. Da waren sie scheinbar abgesprungen. Man sah das an den Eindrücken, die ziemlich tief waren. Aber die Spuren waren mit einer Hacke verwischt, und es war Karbol darüber gegossen worden. Ein Blechgefäß lag da, das, wie der Geruch verriet, das Karbol enthalten hatte.

Diese Vorsicht war zweifellos gegen die Polizeihunde gerichtet. Das Karbol mochte vorher hingestellt worden sein. Aber ganz verstand er es nicht.

Er wollte es trotzdem versuchen und ließ einen der Hunde holen. Der Hund nahm die Fährte in der Jägerstraße auf, rannte an die Mauer und sprang an ihr hoch. Als man ihn aber an die andere Seite hob, ging er nicht weiter. Er wandte die Nase entsetzt von dem Karbolgeruch ab, lief die Mauer entlang und wieder zurück und wieder entlang, immer in derselben Richtung, aber immer unentschlossen. Er versuchte hochzuspringen.

Wenk ließ ihn wieder hinüberheben. Aber wie der Hund auf dem Scheitel der Mauer abgesetzt wurde, um von dem jenseits aufgestellten Beamten herübergehoben zu werden, entriß er sich der haltenden Hand und rannte ungebärdig bellend oben auf der Mauer davon. Er lief nicht weit. Er blieb an einer Mauerstelle stehen und bellte in den Hof eines Hauses hinab, tief den Kopf bückend, und versuchte hinabzuspringen.

Auf einmal war er unten und lief auf das Haus zu, blieb dann aber an der Hauswand stehen.

Diese Hauswand untersuchte Wenk genau. Er fand verkratzte Stellen an ihr, die in regelmäßigen Abständen nach oben gingen. Hier waren Leute zweifellos mit einer Strickleiter emporgeklettert. Die Spuren führten an ein Fenster im ersten Stockwerk.

Die Wohnung, zu der das Fenster gehörte, war leer. Er fragte im Haus, seit wann sie nicht mehr bewohnt sei?

Da waren alle erstaunt; denn sie glaubten, sie sei bewohnt. Einer sagte: „Da wohnt doch der Georch drin!“

Wenks Herz machte einen heftigen Schlag.