„Nein, Georch wurde er genannt,“ sagte einer.

„Hat er lange da gewohnt?“

Das wußte genau niemand. Einige meinten, ein Jahr wohl. Aber er war fast nie zu Hause.

Er ließ sich den Mann beschreiben. Da geschah etwas Merkwürdiges. Schon über die Haarfarbe begannen die Leute zu streiten. Der eine gab ihm blaue Augen, der andere dunkle. Er war ein bißchen lang und mager und gekleidet wie ein Matrose. Er sah auch ein wenig aus wie ein Athlet. „Was war er denn? Was machte er?“

„Geschäftsreisender soll er gewesen sein!“

Es war sonderbar, dieser Georch war nicht in dem Haus angemeldet. Auf Wenks Liste stand er nicht.

Wenk fuhr ins Meldeamt und stellte dort mit Hilfe des Vorstehers fest, daß ein Bewohner des Hauses Georg Hinrichsen geheißen habe, gebürtig aus der Elbegegend. Daß er aber die Wohnung vor vier Wochen verlassen und sich nach Ravensburg abgemeldet habe. Die Wohnung war dann von einem Geschäftsreisenden bezogen worden, der sich Poldringer nannte.

Es war Wenk klar, daß Hinrichsen und der Geschäftsreisende dieselbe Person waren. Vier Wochen waren es her, daß Hull die Unterhaltung mit Wenk gehabt hatte. Und Hinrichsen und Poldringer waren dieselbe Persönlichkeit und auch der Mörder oder wenigstens der Anführer der Mörder Hulls. Denn die Carozza hatte nach ihm um Hilfe gerufen.

Vielleicht stimmte die Richtung der Abreise Hinrichsens wenigstens. Der Bodensee lag in der Nähe von Ravensburg. Die Schweiz war erreichbar.

Wenk telegraphierte nach den Hauptorten am Bodensee, insbesondere an die Paßstellen.