„Ich geh’ mit ....“
Vicki schoß als erste durch die Tür. Die Schwestern folgten. Fritz lümmelte sich am Ofen herum.
„Na — und du ... in die Klappe, was?“ ...
„Nöö ... ich bleibe noch.“
Fritz blieb immer, solange es noch etwas auf den Schüsseln gab.
Karla sang — jubelnd und tief ergreifend. So war ihr Abschiednehmen. Sie stand auf der Schwelle eines neuen Lebens, und die Bängnis, der sie sich in manchen Stunden nicht erwehren konnte, gab ihrer Stimme manchmal eine wehe, zarte Süßigkeit.
Als sie endete, kreuzte sie die Hände unter dem Kinn und atmete tief auf.
„Danke, Karla ... von ganzem Herzen danke ich dir ....“
Alwin Maurer schüttelte immer wieder ihre Hand — so krampfhaft, daß sie bald aufgeschrien hätte. Aber das Lächeln blieb wie eingefroren um ihre Lippen. Wie furchtbar mußte das für den guten Alwin sein, daß er ihre Stimme so lange nicht mehr hören würde ... so sehr lange nicht ...! Sie hätte weinen mögen um ihn ... fast so sehr wie um Schmerzchen.
Dr. Maurer schluckte ein paarmal hintereinander. Die Schüler kannten das an ihm, wenn ihn etwas stark erregte. Schluckte, ließ Karlas Hand los und trat zurück. Dabei stolperte er über Fritzens vorgestreckte, unförmige Füße.