„Zum Donnerwetter, Bengel ... paß doch auf ...“

Er brach ab.

Fritz blickte mit glänzenden, starren Augen auf Karla. Als wollte er sie verschlingen, und doch ehrfürchtig, wie auf ein Wunder.

„Na, was ist los, Junge ... was ist los?“

„Wie die singt ...“

Es klang lächerlich häßlich, wie das so hervorgestoßen wurde in der knabenhaft plumpen Art und mit der zum ersten Male mutierenden Stimme.

Aber Karla lachte nicht. Und Dr. Maurer sagte — weicher, als er sonst zu Fritz sprach:

„Mach’ Schluß, Junge. Was Besseres kommt nicht nach.“

Altmann sammelte das Letzte von Karlas Noten zusammen. — — —

Bildhübsch sah Karla am nächsten Morgen aus, als sie ihren Kopf mit dem langen, braunen Schleier zum Abteilfenster vorbeugte. Ihre Lider waren zwar geschwollen, und ihre Finger spielten aufgeregt mit der Kante ihres Taschentuches. Es traf sich, daß es ein Sonntag war, und die ganze „Culmstraße“ war vollzählig auf der Bahn.