Als der Wagen umkehrte, entdeckten Karlas trunkene Augen unter den Fußgängern einen großen struppigen Schädel.

„Kapelle!“ rief sie. „Kapelle! ...“ und winkte mit dem Tuch.

Kapelle grüßte mit dem verbeulten, angestaubten braunen Hut, den er in der Hand trug, ohne die glimmende Zigarre aus dem Mundwinkel zu nehmen. Aber Karla hieß den Kutscher anhalten und winkte mit beiden Händen.

„Kapelle, Kapelle! ...“

Er kam zögernd, widerwillig näher. Altmann bot ihm seinen Platz an.

„Nö ... nö! ...“

Er wollte gleich wieder fort, aber Karla hielt ihn am Ärmel fest. „Bitte, Kapelle, mir zuliebe! ...“

Er warf die Zigarre in weitem Bogen zur Seite und drückte sich in den Rücksitz. Brummig und unzufrieden sah er vor sich hin.

„Hat man Sie richtig nicht verschont mit der Promenadenschau?“ brummelte er und zupfte giftig an seinem Bart. „Schlagen Sie doch wenigstens den Schleier zurück. Wenn die Neugierde nicht mehr zu bezähmen ist, reißt Ihnen der eine oder andere den Schleier einfach vom Hut runter.“

Und gleichzeitig schlug er mit seinem Stock auf einen Mestizen, der sich auf ein Hinterrad geschwungen hatte und nun mit vorgestrecktem Arm und schlanken, braunen Fingern den Knoten von Karlas Schleier zu lösen versuchte.