Ganz leises Weinen schlug an sein Ohr.

Er wendete den Kopf zur Seite. An derselben Rampe wie er, in milchiges Licht getaucht wie er ... nur tief herabgebeugt über ihre weißen, schlanken Arme, stand Mariette.

„Na ... na ... was ist denn, Mariette ... was ist denn?“

Er ging auf sie zu. Er mußte ihr ja helfen ... er, der Stärkere —

Mit einer sanften, fast demütigen Gebärde ergriff sie seine Hand, legte sie an ihre feuchte — nicht allzu feuchte Wange.

Wie gut war es von ihm, daß er zu ihr kam ... daß sie gerade an dem Wendepunkt ihres Lebens nicht allein war ... So ein armes kleines Mädelchen war sie ... und haßte diese braunen Affen, die ihr nichts zu bieten hatten als Gold und Steine ... Denn ihre Liebe ... Was wußten die von Liebe ...!?

Ihre Wange lag jetzt an seinem Rock, die feine Puderschicht auf ihrem blassen Gesichtchen entwickelte in der frischen, kühlen Nacht einen süßen, sinnverwirrenden Duft ...

Altmann streichelte ihre Wange, und wieder fühlte er den Druck glühender Metallplatten an seinen Schläfen.

Er verlor den Boden der Wirklichkeit ... Was wollte denn das kleine Mädchen, das seine Arme um ihn warf? ... Unten saßen Männer, die ihr ein Vermögen boten; sie aber lief davon und wartete hier auf ihn ... weinte um ihn! ... Wenn er ihr nur in ihrer Sprache sagen könnte, wie dumm das von ihr war, wie strafbar ... ja — strafbar ...

„Mariette ... Mariette!“ ...