Das Blut lief ihm aus dem Gesicht, sein Herz schlug hörbar ...

„Je vous aime!“ ...

Sie war verrückt ... Er legte ihr die Hand auf den Mund. Wenn Karla das hörte ...

„Gehen Sie in Ihr Zimmer, Mariette ... Sie sind ... folle ... folle ...!“

Mariette lächelte still und sicher. Ein Mann, der Antwort gab, war halb bezwungen. Sie strich ihm mit den Fingern über die geraden Brauen:

Er hob sie mit beiden Armen in die Luft, er schüttelte sie, wütend. „Kleine, infame Kröte!“ ...

Er wollte sie in ihr Zimmer werfen wie einen Gegenstand. Da lagen aber auch schon ihre beiden Arme um seinen Hals, und ihre schlanken Bachstelzenbeinchen in den weißseidenen Strümpfen strampelten in der Luft. Sie lachte ... ganz lautlos lachte sie ... Bog den Kopf zurück, mit dem roten Schöpfchen; fein und weiß, vom Mondlicht umflossen, leuchtete ihr Pariser Grisettengesichtchen. Die Nadeln fielen aus ihrem Haar, und immer mit gleichem unhörbarem Lachen schlang sie es um seinen Nacken. Betäubend stieg eine Duftwolke auf, leicht wie Schmetterlingsflügel streiften warme, weiche Lippen sein Gesicht ...

Eine Nachtigall schluchzte auf; im Dunkel des Zimmers schwebten Leuchtkäfer wie blinkende Sterne ...

Die Stimme der Nordeni erklang leise, gedämpft:

„Mariette, Mariette ...“