Nie war er so gesprächig gewesen. Es war, als wollte er verhindern, daß Karla sich noch weiter im Erfolge des heutigen Abends sonnte.
„Wo ist denn Ihr Mann?“
Karla wurde rot. Sie hatte gar nicht gedacht an ihn den ganzen Abend und seine Abwesenheit nicht bemerkt. So ausschließlich war sie mit sich beschäftigt gewesen. Jetzt kam ihr das Erinnern zurück. Einige Augenblicke später kam Altmann an, mit einem kleinen zusammengebundenen Tuch. Er warf es vor Karla auf den Tisch.
„Da ... das haben die Arbeiter noch zusammengefegt.“
Im Bündel lagen Schmuckstücke, kostbare Spitzentücher, Fächer.
Karla sah, wie die Blicke der Kolleginnen lüstern, neugierig und neidisch an den glitzernden Gegenständen hingen. Und sie waren ihr plötzlich verleidet.
Sie warf jeder Kollegin etwas über den Tisch zu, ohne auszusuchen: eine Nadel, einen Ring, ein Armband. Es waren Kostbarkeiten darunter, wie sie keine von ihnen allen besaß.
„Was machen Sie, Karla ... aber das geht doch nicht .. das können wir nicht annehmen! ...“
Karla lachte laut.
„Warum nicht? Habt ihr alle, ja? ...“