„Das sind die Gäule von de Santos ... die haben alle denselben Hufschlag. Schädlowski sollte vom Stallmeister de Santos’ — Gefühl für Rhythmus lernen ...“
„Wer mag denn schon so festmüde sein?“
Kapelle stocherte mit seinem Löffelstiel in der Räucherschale herum und zuckte die Achseln.
„Die Nordeni vielleicht ... Die sah mir ganz danach aus ... Die hat’s satt, sage ich Ihnen ... bis zum Halse ...“
Er schlug mit dem Löffel auf den Tisch.
„Lassen Sie’s nicht so weit kommen mit Ihrer Frau ... Ruck, ein ander Bild, ein neues Leben ... taugt hier nichts ... wär’ schade ... schade ...“
Kapelle hatte recht gehabt. Es war die Nordeni.
Ganz heimlich hatte sie sich fortgeschlichen, als die ersten Paare sich zur Polonaise anstellten, die den Ball eröffnen sollte.
De Santos fing sie noch ab, als sie sich gerade den Hermelinkragen umgeben ließ. Er befahl dem Diener, daß sein Wagen vorfahre und ein Diener sie bis zum Hotel brächte. Er küßte ihr die Hände und dankte ihr. Er brachte sie die Marmorstufen hinunter bis zum Wagen. Barhäuptig, sehr respektvoll, aber doch froh, daß sie nun nicht immer als dritte da sein würde, zwischen ihm und Mariette.
„Ich werde alles tun, um sie glücklich zu machen.“