Karla hatte Schmerzchen bisher nur in weichen Kappen oder unter dem Gefältel weißer Stickereihüte gesehen, die Matrosenform gab dem zarten Gesicht etwas Hartes, Strenges. Das feine nußbraune Haar ringelte sich in Locken über den Nacken.

„Komm mal her, Isolde ...“

Gehorsam ging Schmerzchen auf den Papa zu, mit einer gewissen Spannung im Blick. In Papas Ton lag immer etwas, worauf sie gespannt war.

Karla fielen die Arme, die sie dem Kinde entgegengestreckt hatte, in den Schoß zurück.

„Sag’ mal, wie heißt du?“

„Isolde Altmann“, sagte Schmerzchen sehr deutlich und gewichtig.

„Gut. Und wie heiße ich?“

„Ernst Altmann, Landgrafenstraße siebzehn.“

„Ja, ja ...“, unterbrach er. „Und Mama? Wie heißt Mama?“

„Karla König-Altmann, Königliche Hofopernsängerin.“