Einen Tag vor ihrem Wiederauftreten sagte Altmann:

„Du hast doch nichts dagegen, liebes Kind, ich habe gebeten, daß man dich als Karla König-Altmann auf den Zettel setzen möchte.“

„Als König-Altmann ...?“, wiederholte Karla. „Ja ... warum denn?“

Ihr Name war ihr lieb geworden, sie war in ihn hineingewachsen wie in eine Haut. Der angehängte Name ihres Mannes wirkte auf sie wie etwas Fremdes, gar nicht zu ihr Passendes. In ihren Schläfen pochte es.

„Wenn ich nur wüßte — warum?“

Altmann reckte sich hoch, seine Mundwinkel vertieften sich.

„Liebe Karla, du tust gerade so, als wäre es eine Unehre für dich, deinen gesetzlichen Namen zu tragen — eine Schande.“

„Warum hast du es mir nicht vorher gesagt — wir hätten es überlegen können — —“

„Ich glaube, liebes Kind, daß es da nichts zu überlegen gibt. Du hast ein Kind, eine Tochter. Ich meine, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Rücksicht auf dein Kind ... Die Gemeinsamkeit des Namens ist, scheint mir, doch das allererste und wichtigste Bindeglied zwischen Eltern und Kind ...“

Die Tür zu Altmanns Zimmer ging auf, und Schmerzchen trippelte herein, in einem blauen Herbstmäntelchen und blauem Matrosenhütchen.