„Wie meinst du, Ernst ...?“

„Sie hat so gar keine geistigen Interessen ... schade!“

„Findet man das nicht häufig bei Sängerinnen?“

„Möglich ... ja ... aber Karla ist doch auch meine Frau!“

Luise strich mit ihrer hageren Hand über den Ärmel des Bruders.

„Ärgere dich nicht. Wir haben uns hier so eingesponnen, und sie kommt von draußen — sie ist noch wie ein verspieltes Kind. Das gibt sich. Lies weiter — es ist mir eine solche Freude ...“

„Gute Lis’!“

Er nickte ihr zu. Von der Bewunderung der Welt, die er erträumt hatte, war ihm nur die Bewunderung der Schwester geblieben. — — Aber auch die tat wohl!