Sie saßen noch eine Weile beisammen, nachdem Vicki das Haus verlassen hatte. Alle Frohstimmung war von Karla gewichen, aber sie brachte es nicht über sich, Alwin jetzt schon allein zu lassen mit Adele ... es mußte erst alles verklingen, der Schlaf sich auf seine Augen senken, ihm Lust und Kraft nehmen, noch einmal von dem „Irrtum“ zu sprechen.

„Ja, die Abende sind jetzt still zwischen Adele und mir“, hub Alwin Maurer plötzlich an „und wenn erst Karla nach Wien geht, wird’s —“, er wollte sagen: tot — „dann wird’s noch stiller werden.“

„Ist es denn nun sicher mit Wien?“ fragte Adele.

„Vorläufig habe ich nur einen Gastspielantrag auf drei Abende für Ende Februar ...“

Karlas Augen blitzten unwillkürlich auf, aber sie wagte es jetzt nicht zu sagen, wie sehr sie sich freute.

Der Drücker wurde draußen im Vorzimmer in das Schloß gestoßen, einmal, zweimal ... die Kette klirrte.

„Das ist der Mieter“, sagte Adele auf Karlas fragenden Blick.

„Ach so ... ja ... ich vergaß.“

Alwin Maurers Mundwinkel zuckten nervös.

„Ein unausstehlicher Mensch ... als ob’s gerade der hätte sein müssen!“