Hart antwortete er — und wußte nicht, woher die Kraft ihm kam zu dieser Härte:
„Der Platz des Kindes ist im Elternhause. Wir erhoffen nichts sehnlicher, als daß du kommst.“
„Ich bin doch gebunden ... das weißt du ...“
„Es gibt Urlaub — Ferien ... Das Kind wartet auf dich.“
Da taumelte sie zurück, stieß mit dem Kopf gegen einen Baumstamm, wendete sich ab und weinte.
Er schritt hin und her auf dem weichen Moosgrund, bohrte seinen Stock in das lockere Erdreich. Seine Lippen zuckten, seine Brauen ...
„Wir wollen jetzt heimgehen, denke ich ...“
Er lächelte bitter. „Heimgehen!“ Er — in sein Hotelzimmer, sie — in ihre Wohnung. Sie drückte ihr Taschentuch gegen die Augen, ihre Lippen glühten heiß.
Kalter, grauer Dämmerschein senkte sich nieder. Lautlos still war es ringsum — die Stadt lag schmutzig grau und tot hinter Rauch und Nebel. Karlas Röcke rauschten seidig unter dem einfachen Loden, die Feuchtigkeit löste den Duft von ihrem Spitzenbäffchen, daß sie einherschritt wie in einer wohlriechenden Wolke.
„Gehen wir“, murmelte sie tonlos.