„Nichts, Ernst ... lieber, guter Ernst?“

Altmann lächelte vor sich hin, mit tief herabgezogenen Mundwinkeln.

Auf Papa war fürs erste nicht zu rechnen. Da blieben wirklich nur seine Leute — — —

Die Sonne brütete.

In dem Berliner Zimmer der Culmstraße rasselte die Nähmaschine unter Adelens energischem Tritt. Karla schlang mit heißen, welken Fingern winzige Ösen. Der Faden verprudelte sich alle Augenblicke, dann gab es Knoten.

„Pfui, wie schludrig“, sagte Adele und trennte alles wieder auf.

Karla starrte auf Adelens geschickte Finger, ohne zu sehen. Ganz elend war ihr; wie gefoltert kam sie sich vor. Das ging nun so tagaus, tagein: linken Ärmel nähen, rechten Ärmel nähen, Seitenteile aneinanderfügen, säumen, Ösen schlingen, Spitzen annähen — winzig schmale, die sich zwischen den Fingern zusammenzwirbelten.

Ihr wurden die Lider schwer dabei. Sie zerstach sich die Finger, und ihr Rücken schmerzte, als hätte man ihn mit dem spanischen Rohr bearbeitet, das drohend in einer Ecke stand.