Es gab viel Wirrwarr und Aufregungen in den nächsten Tagen, die sich noch steigerten, als der Papa ankam.
Pauline wußte nicht, mit welchem Zuge er kommen würde, und konnte ihn nicht abholen. Ihn schriftlich vorzubereiten, hatte sie nicht den Mut gefunden. Sie war auch keine geübte Briefschreiberin. So kam es, daß er plötzlich einem Kinderwagen gegenüberstand und in der höchsten Lage eines Tenors loszeterte: „Pauline! Pauline! ....“
Er schnupperte mit der Nase herum. Pfui Teufel, wonach roch denn das? Dunkle, längst vergessene Bilder aus seinem ersten Ehejahr standen ganz plötzlich vor ihm. Abscheulich war das alles gewesen. So unbequem, so häßlich ...
Pauline nahm ihm den Mantel ab, schnurrte alles Vorgefallene herunter, fast in einem Satz. Er griff sich an den Kopf, stampfte mit dem Fuß auf.
„Sie haben den Verstand verloren! Sie sind verrückt ... Sie können am Ersten gehn ... Was bilden Sie sich denn eigentlich ein? Gehört die Wohnung Ihnen, ja? Wie kommen Sie dazu ...?!“
Die Tür ging auf. Eine Dame trat ein.
„Was ist denn das für ein Lärm hier ... ach so ... wohl Karlas Vater? ... Mein Name ist Frau Doktor Maurer. Ich bin die Schwester von ihrem Schwiegersohn.“
„Sehr angenehm ... sehr ...“
Aber das Weitere blieb ihm im Halse stecken. Sehr gemütlich sah sie nicht aus, die gute Frau. Daß sein Mädel gerade in so eine Familie hineingeraten mußte! ...