„O . . . Sie kommen endlich . . .“ rief sie in einem gebrochenen Deutsch. „Ich bin Rubini . . ., Carlotta Rubini . . . ich höre, dass Sie heute abend die Kritik schreiben.“

Ich geriet etwas in Verlegenheit.

„Verzeihen Sie . . . Signora . . .“ stammelte ich . . . „ich wohne nur vorübergehend in dieser Höhle . . . bis ich eine Wohnung nach meinem Geschmack finde.“

„O ich begreife . . . ich begreife . . .“ sagte die Rubini und trat ein.

Sie nahm ihren Schleier ab und ich erkannte in ihr diejenige von den 500 Frauen, die mir in der Schmugglerhöhle zunächst gelegen hatte.

„Ach . . . ich hin so müde . . .“ sagte sie . . . „darf ich ein wenig ausruhen . . . seit einer halben Stunde stehe ich auf der Treppe.“

„Gewiss . . . gewiss . . . Signora, wenn ich Ihnen nur etwas anbieten könnte . . .“

„Ach ja, mein Herr . . . bieten Sie mir etwas an . . . lassen Sie etwas holen.“

Ich ging hinaus und gab einem Jungen, der nebenan bei einem Schuster arbeitete, den Rest meines Geldes und beauftragte ihn, aus dem Kaffeehaus Champagner heraufzubringen. Wie recht gab ich jetzt den Schmugglern, die ihr Versprechen hielten, und mir zu den 500 Frauen nach und nach die so unentbehrliche Million zukommen lassen würden.

Als ich wieder in die Kammer trat, hatte sich’s die Rubini sehr bequem gemacht. Es war ihr so heiss. Und als der Champagner kam, hielt ich bereits besorgt ihre Hand, denn sie hatte einen übermässig starken Pulsschlag . . .