zu besitzen, indem von hier mehrere, z. Th. sehr bröckelige Proben vorliegen.

Die übrigen stammen von

2) »Lgeju Sinoni, Serengeti, 28. März 1892, horizontal«

3) »Makenga Bach, 10. Januar 1893«

und vom

4) »Nordende des Maitsimba-Sees, Ufiomi, 28. Januar 1893«.

In den Trachyttuffen vom Eyassi-See begegnen wir, mit Ausnahme des Sodaliths allen Konstituenten des oben (p. 282) geschilderten Sodalithtrachyts wieder; der Tuff vom Makenga-Bach hat bei einem geringen Olivingehalt mehr basaltischen Charakter, in jenem von Serengeti ist in Gestalt von Turmalin führenden Quarzkörnchen augenscheinlich auch Urgebirgsmaterial vorhanden, während der lichtgraue kalkreiche Tuff vom Maitsimba-See mehr den Eindruck eines, mit viel vulkanischem Material vermengten, lacustren Sedimentes macht.

Wenn in den vorstehenden Zeilen auch wichtige neue Beobachtungen nicht enthalten sind, so ist das ihnen zu Grunde liegende Material doch höchst schätzbar für die Erweiterung unserer petrographischen Kenntnisse von dem Inneren Deutsch-Ostafrika's und der Eifer, wie das Verständniss, mit dem Herr Dr. Baumann auch in dieser Beziehung wieder gesammelt hat, im höchsten Grade anerkennenswerth. Vom wirthschaftlichen Standpunkte aus dürfte auch bei ferneren Expeditionen ein besonderes Augenmerk auf das Vorkommen und die Verbreitung der nutzbaren Mineralien und Gesteine, der Kalksteine, Thone, Salze, Eisenerze u. s. w., zu richten sein; die wissenschaftliche Geologie andererseits wird dankbar sein für alle, auch scheinbar geringfügigen Angaben in Bezug auf die Lagerungs- und gegenseitigen Verbandsverhältnisse der Gesteine, namentlich auch über das Vorkommen von fossilen Einschlüssen in den Sedimenten, welche für die ungefähre Altersbestimmung, für den geologischen Bau dieser Länderstriche im Besonderen und für die Erdgeschichte im Allgemeinen als brauchbare Anhaltspunkte dienen können.

[[←]] II. Kulturpflanzen

gesammelt von Dr. O. Baumann. 1892/93.
Von Prof. Dr. F. Körnicke.