Johann hob den schweren Kopf und glotzte auf das verschwommene Gemeng der drei, die im fahlen Lichtschimmer hinter den Weinflaschen sich hin und her drückten.
"Ein ne—etter Mensch,—eine richtige Qualle—e—iin dummes Vieh!—Ein geiler Orang—g—kutan, hahahaha—hat den Schwanz eingezogen, weil der Wärter gekommen ist, haha—a—a!—" Johann sank haltlos zurück.
"Das ist zu stark!" zischte Hochvogel. Der Tisch knarrte. Die Weinflaschen klirrten gegeneinander. Die zwei Frauen lispelten besänftigend. Schnell, überschnell mengten sich ihre flehenden Worte ineinander. Ein Gezerre um den Aufgestandenen begann.
Mit herabhängenden Armen, halb eingeschlafen, zerfallen hing Johann auf dem Stuhl. "Er ist doch betrunken!" "Bitte, bitte,—er ist's doch nicht gewohnt!" "Er meint's doch nicht übel, Herr Hochvogel!" "Bitte!—Hier, trinken Sie. Er schläft ja schon! Seh'n Sie, seh'n Sie!—Es passiert nie wieder. Ich sag's ihm morgen,—mein Wort, mein Ehrenwort!" alles zerfloß ineinander, bittend, winselnd, aufgeregt, ängstlich.
Wie ein zischendes Gezirpe umsummte dieses Geplätscher Johanns Kopf.
Als gieße irgend jemand kaltes Wasser üher ihn.
"Haha! Hat's viellleicht gestoh—lllen und—und wirft's weg,—dadas Gellldt,—wei—weils brennt in der Tasche, haha,—das dumme Vieh, haha—das Arschloch!" grunzte der Betrunkene lallend und lachte ruckweise, immerfort, glucksend.
Da wurde der Tisch weggestoßen und stapfend hasteten Schritte vorbei. Wieder das Gezwitscher. Noch geschäftiger. Dann fiel eine Tür krachend zu.
"Hans!" schrie Anna wütend und riß ihren Mann an der Schulter.
"Saustall!" stieß die Rienken heraus.
Krill hob den Kopf und langte lahm nach Anna: "Haha—ha—es ist so wunderschön auf der We—elt, haha—ha!"