"Er hat euch geschunden his aufs Blut.—Ihr habt es selbst gesagt, daß ihr nicht mehr mitmachen wollt," sagte Peter beharrlich und stemmte sich gegen die schiebenden Hände.
"Los—los! Wir möchten auch zur Ruh kommen!" stieß der Unteroffizier abermals murmelnd heraus und machte eine halbe Wendung.
Einer der Soldaten setzte dem Häftling das Knie in den Rücken.
"Gibt doch bloß Arrest, Mensch!" sagte der Unteroffizier beiläufig.
Peter Nirgend ließ nach. Man watete wieder weiter.
Die lange, geschwertete Linie eines spärlichen Lichtes stach durchs
Dunkel. Das war das Gemeindehaus, wo der Arrest abgesessen wurde.
Landstürmler versahen dort den Dienst.
"Ihr kriecht, bis man euch die Kugel in den Leib jagt!" knirschte
Peter.
Schweigen.
Der Unteroffizier schlug mit der Faust an die Gemeindehaustür. Mit hochgehobener Petroleumlampe erschien der verschlafene Sergeant in ihrem Rahmen. Der Trupp trat in die wohligwarme Wachstube. Zwei Landstürmler hoben schläfrig ihre Oberkörper auf den Pritschen, rieben sich die Augen. Einer davon stieg herab und nahm den Schlüsselbund, winkte Peter.
"Kommt vors Kriegsgericht! Befehlsverweigerung!" sagte der Unteroffizier zum Sergeant, der den Einlieferungsschein unterschrieb. Eine leise Verachtung schwang mit den Worten mit. Der Landstürmler führte den Häftling in die letzte Zelle. "Kamerad, leg dich gleich hin und wickle dich fest ein. Es ist kalt," sagte er und trat aus der Zelle, schloß ab.