Peter Nirgend blieb lauschend stehen.
Jetzt hörte man die Leute vorne im Korridor. Er ging an die Tür, schlug fest mit den Fäusten an dieselbe, schrie: "Ich muß dem Herrn Unteroffizier noch was ausrichten!"
Und sein ganzer Körper zitterte.
Der Trupp kam den Korridor entlang, öffnete.
"Was ist's denn?" fragte der Unteroffizier ärgerlich und trat ein. Die anderen blieben draußen.
"Werde ich erschossen?" fragte Peter unvermittelt.
"Quatsch! Festung wird's geben!" räsonierte der Unteroffizier: "Was wollen Sie denn?"
"Da—da ist eine Blutlache!" rief Peter hastig und deutete auf die Bodenfläche hinter der Pritsche. Der Unteroffizier trat einen Schritt näher heran und beugte sich vornüber, hinter die Pritschenecke. Jetzt war der Lichtkreis der Taschenlaterne nur noch ganz klein in der Nische. Peter machte einen ruckhaften Satz, stemmte blitzschnell sein Knie auf den Rücken des Korporals und schnitt mit aller Gewalt in dessen Hals, tiefer—tiefer. Das warme Blut rann üher seine Finger. Der Körper des Ermordeten gab nach, hing schräg üher die Pritsche.
Die anderen stürzten herein und warfen sich auf Peter, schlugen auf ihn ein, his er liegenblieb.
Ihn überleuchtend, sagte ein Soldat zum Gefesselten: "Hund! Morgen stehst du an der Wand!"