"Und," fuhr Michael noch leiser, fiebernd vor Unruhe, scheu, als lausche an den Wänden irgendein ungebetener Gast, fort: "Und ich krieg' das ganze Geld in die Hand. Ich brauch' nur schreiben lassen?"
"Ja, wenn Du willst."
"Ja …!! Ja, gleich! Gleich! Ich will!" schrie Michael verhalten.
"Gut," sagte der Pfarrer und ging an den Tisch, "ich schreibe."
"Und … und die Häuser vom Söllinger und—und vom Reinalther?" fragte
Michael beharrlich.
"Die …? Ich kann mit ihnen reden," antwortete der Geistliche, während er schrieb. Dann ließ er Michael unterzeichnen.—
II.
Im Dorf ging ein Schweigen um. Langsam verbreitete sich die Kunde von
Michaels Erbschaft. Betroffenen Gesichts raunten sich die Bauern die
Neuigkeit zu.—
Der Baumeister von Greinau, Michael Lindinger mit Namen, wurde ins
Pfarrhaus geladen. Michael lächelte schräg, als der Mann eintrat und
beauftragte ihn, einen Plan für ein neues Haus zu bringen. Trotz der
Einwendungen des Pfarrers wurde der Umbau des alten Anwesens abgelehnt.
Michaels Rede war jetzt sicher geworden, fast bestimmt.