"Ein neues Haus muß her!" sagte er beharrlich.

Und der andere Michael erwiderte pfiffig: "Ja—schon lieber was Neues als Flickwerk. Das taugt ein paar Jahr', dann geht's wieder von vorn' an."

Diese Beipflichtung entwaffnete den Geistlichen. Der Plan wurde gefertigt. Der Auftrag gegeben. Die ehemalige Pfremdinger-Hütte krachte zusammen mit allem, was sie barg. So hatte es Michael gewünscht, steif und fest. Alles Dawider des Pfarrers nützte nichts.

Krachte zusammen.

Und die Dörfler standen herum, schwiegen, staunten, starrten. Vom
Pfarrhausfenster aus überschaute Michael den Vorgang.

Auf einmal begann der Hausrist zu wanken, bröckelte, krachte. Die Herumstehenden rannten auseinander und zuletzt war minutenlang eine ungeheure Staubwolke. Dann, als es wieder lichter geworden war, lag ein riesiger Trümmerhaufen da.

Deutlich sah Michael, wie einige die Köpfe schüttelten. Eine Weite dehnte seine Brust.

"Das ist nicht recht," rief der Pfarrer hinter ihm. Michael hatte ihn nicht eintreten hören und riß sich erschrocken herum. Reglos und stumm standen sich die beiden gegenüber.—

Seitdem begegnete Michael seinem Pfleger mit verstocktem Schweigen.
Mied ihn.—

Der Bau wurde begonnen. Jeden Abend kam Lindinger ins Pfarrhaus und berichtete über den Stand, machte Vorschläge, legte Rechnungen vor.