Jetzt funkelten Michaels Augen wieder und seine Lippen gingen auf und zu:
"Hat einmal meinem Vater gehört, nicht?! … Und der Söllinger hat es ihm abgekauft, nicht?! … Und—der Gleimhans hat ihm Geld 'geben. —Vieh hat er dazumal geschachert, der Söllinger, nicht?! Und-und hat's meinem Vater langsam abgekauft—langsam, nicht?! … War ja ein Hüttl, damals—nicht!?—"
Er hielt inne. Der Pfarrer stand wortlos da.
"Und nachher hat er das Saufen angefangen, mein Vater, nicht?!" keuchte Michael fortfahrend heraus: "Und dann haben's meine Mutter ins Gemeindehaus, und—und nachher haben sie sie auslogiert—ist gestorben, weil unsere Kuh krepiert ist! Hat's nicht mehr erleben können … nicht!?"—
Jetzt stockte er plötzlich, hielt die Worte zurück und erbleichte.
Wieder bohrte er seine mißtrauischen Blicke in das Gesicht des
Pfarrers. Eine Unruhe fieberte auf seinen Falten.
Auf einmal, ohne des Pfarrers zu achten, stieß er heraus: "So dunkel ist's da unterm Turm wie im Gemeindehaus bei meiner Mutter dazumal….!?"—
"Michl!" rief der Pfarrer nur mehr. Dann ging er.—
Michael stand eine Zeitlang in der gleichen Haltung da, dann zuckte er erschreckt zusammen und brach in seinen Lehnstuhl.
Später rief er den Italiener. Es war schon Nacht draußen. Er steckte die Kerze an und zog die dichte Gardine vor.
"Hast immer geladen in der Sandgrube, nicht?" fragte er den Italiener.