Vom Hintergrund her ertönt eine Tanzweise. Die drei Edelleute gehen auseinander. Man sieht im Hintergrunde Paare tanzen. Die Tafel ist inzwischen abgeräumt und hinausgetragen worden. Die ganze Gesellschaft setzt und lagert sich auf Taburetts und Kissen. Der Platz in der Mitte ist nun noch größer geworden. Die Gruppen bleiben nicht unbeweglich. Man steht auf, geht zu andern, plauscht, trinkt und nippt von den dargebotenen Süßigkeiten, und kehrt auf seinen Platz zurück. Von den tanzenden Paaren haben inzwischen einige pausiert. Einige der Damen kommen erhitzt und glühend nach vorn. Der Papst nimmt einem der Diener einen Korb Confetti ab und wirft von denselben den Damen in den Busen. Heiteres Gelächter unten und von der Galerie herab. Das Musikstück hat aufgehört.

DER PAPST. Wo stecken unsere Buffoni!—Laßt sie herein!—Und Wir, Wir lassen uns hier nieder Nach links weisend, wo die Plätze sich befinden; zu Lucrezia. Komm, mein Kindchen!

Pulcinello tritt auf mit Colombina und seinem Gefolge. Sie führen ein mimisches Spiel auf. Pulcinello im weißen Puderkostüm mit Ledergurt, Halskrause, Tüten-Mütze und schwarzer Halbmaske, die Pritsche in der Hand, apostrophiert erst mit tiefen Verbeugungen, Grimassierungen und Verdrehungen das Publikum; währenddem sucht er sich plötzlich zu erdrosseln, hält die Hände so, als wenn es fremde wären, ächzt und stöhnt und will sterben. Colombina kommt von hinten vor, erschrickt scheinbar, kann es nicht sehen und hält die Hände vors Gesicht. Der Papst versteht die Anspielung und droht mit dem Finger. Darauf lassen sie ab, und das eigentliche Spiel beginnt in dem Sinne, daß Colombina, die junge Frau des alten Pantalone, von Pulcinello entführt und der Ehemann betrogen wird. Wiederholtes Gelächter während des Spiels und lebhafte Unterhaltung.

DER PAPST (während des Spiels zu Lucrezia, die zu seinen Füßen auf einem Kissen Platz genommen, schmeichelnd). Mein Herzchen, Du hättest eigentlich heute einen Trauertag; Dein schöner Herzog ist so plötzlich gestorben.

LUCREZIA (kindlich). Ach ja, er ist in den Tiber gefallen.

DER PAPST (bedauernd). Du hast ihn wohl gern gehabt?

LUCREZIA (wie oben). Ach ja, recht sehr!

DER PAPST. Sei nur zufrieden, wir haben schon wieder einen neuen für Dich!

LUCREZIA (lebhaft). So schön wie mein Herzog?

DER PAPST. Schöner noch, mein Kätzchen.