§. Abb. 65. Lauenstein. (Zu Seite [87].)
Doch kehren wir zu unserer Geschichte zurück. Nach der Zerstückelung des sächsischen Herzogtums sehen wir, wie mehr und mehr die kleinen Dynasten emporkommen und die geistlichen Herren nach Kräften rupfen. Im Welfenlande wurde ein ansehnlicher Teil des alten Besitzes 1235 als Herzogtum Braunschweig-Lüneburg zusammengefaßt, unterlag aber später mannigfachen großen und kleinen Teilungen, bis sich aus dem Wirrwarr die Fürstentümer Lüneburg, Calenberg, Göttingen, Grubenhagen und Wolfenbüttel nebst kleineren Unterteilen herauskristallisierten. Ihre Grenzen haben sich teils in den Grenzen des Herzogtums Braunschweig gegen die preußische Provinz Hannover, teils in denen der hannoverschen Regierungsbezirke gegeneinander erhalten.
Abb. 66. Bückeburg. Photographie und Verlag von F. H. Hespe in Bückeburg. (Zu Seite [93].)
Wohl könnte es uns reizen, die Geschicke auch einzelner geistlicher Territorien und mancher urwüchsiger Dynastengeschlechter zu verfolgen, deren Länder in dem Territorialbesitz der überlebenden Staaten aufgegangen sind; von manchem kecken Raubzug, mancher blutigen Fehde, mancher frommen Stiftung würden wir hören. Aber wir werden uns begnügen, ihre Spuren da zu erwähnen, wo wir sie finden. Für eine Geschichte der Grafen und Herren von Northeim, Dassel, Everstein, Homburg, Spiegelberg, Schwalenberg, Pyrmont, Sternberg, Schaumburg, Hallermund, Roden, Ravensberg, Tecklenburg ist hier kein Platz. Auch die ferneren Schicksale unserer Landschaften werden wir nicht verfolgen, da ihre Geschichte die Geschichte Deutschlands ist.
Abb. 67. Saukörnung am Kleinen Deister bei Springe.
Nach einer Photographie von W. Wehrhahn in Hannover. (Zu Seite [90].)