Die tausendjährige Nacht hat unserm Blicken die brüderliche Reinheit geraubt
und sich gewölbt zwischen dem Tage des Manns und des Weibes:
nach jedem Kusse breitet sie ins Unendliche ihre täuschende Stille
und ihre Sternstrahlen sind Blitze, durch welche
die Erhabensten sterben. Es begegnen sich nie die Tage unserer Seelen.
Die Sonne, die wir gleich hoch über uns sehen,
ist an Zeit verschieden für sie und für uns.
Aus Rosengärten klagt der Sklavinnen Weinen
und im barbarischen Aufschrei der Kraft ist die Schwesterseele verstummt,
leise singend. Unser Umarmen ward wie ein Zeichen ins Dunkel,