»Er meint, dann fallen wir ja alle um!« ruft Appelschnut.

»Nein, die Erde hält uns fest und nimmt uns alle mit.«

»Wir drehn uns auch alle!« erklärt Appelschnut.

»Die Schaufel auch?« fragt Karl, auf eine im Sand steckende Schaufel zeigend.

»Die Schaufel auch,« bestätige ich.

»Der Strandkorb auch?« – »Der Strandkorb auch.« – »Du auch?« – »Ich auch. – Und du auch.«

»Ich?« – »Ja.«

»Hähäää – das ist nicht wahr!« ruft Karl mit überlegenem Lachen, und vor dieser Ueberlegenheit muß ich wie schon so oft in meinem Leben verstummen. Karl dreht sich nicht mit.

Und so verfließt der Nachmittag, so verfließt der Tag, und gleich auf den ersten Tag folgt der letzte Tag. Ganz anders ist es als in den Tagen der Schöpfung. Da heißt es: »Es ward aus Abend und Morgen ein Tag.« Hier müßte es heißen: »Aus Abend und Morgen werden vierzig Tage, hundert Tage, tausend Tage.« Was zwischen dem ersten und dem letzten Tage liegt, ist ein stilles, ewiges Fließen von Wasser und Wind, von Atem und Traum, und so wenig du die Tropfen im Meere zählst, so wenig dir daran liegt, sie zu zählen, so wenig achtest du hier der Tage im Meere der Zeit.