Wehmütig raffen die Kinder am letzten Tage den kleinen Hausrat unserer flüchtigen Wohnstatt zusammen; wehmütig steh ich dabei, das Werk über die Pflanzen und Tiere des Meeres mit seiner unausgelesenen Einleitung in der Hand haltend. Da höre ich aus weiter Ferne ein Krähen. Ich suche lange nach dem Ursprung dieses Schalles und finde endlich oben am Rand einer hohen Dünenklippe zwei Menschen, die wie eine Dame und ein Kind aussehen. Da der Wind herübersteht, so höre ich endlich mit angespanntestem Gehör: »Ich krieg' doch wasch schu essen!«

Da reiß' ich von unserer verfallenen Strandburg einen mächtigen Pfeiler los, pack' ihn mit beiden Händen und schüttle ihn mit furchtbarer Drohung.

Und der Wind trägt mir ein letztes, jauchzendes Kinderlachen zu.

Und ganz zuletzt erlebe ich noch etwas Wundersam-Schönes.

Mein Töchterlein hat hier eine Freundin gefunden, die heißt Else. Totweinen würde sie sich, wenn sie Else niemals wiedersehen solle, so hat Irene erklärt. Nun umwandern sie, um Hals und Hüfte innig Arm und Arm geschlungen, die Reste unserer Strandburg und singen.

Irene singt: »Nun ade, du mein lieb Elseland, lieb Elseland, ade!«

Das Land, wo sie Else kennen gelernt, ist ihr ein Elseland geworden.

Else singt: »Nun ade, du mein Irenenland, Irenenland, ade!«

Das Land, wo sie Irene fand, ist ihr ein Irenenland geworden.