»Nanu?« machte mein Freund, »Makkaroni? Sie sind doch in Italien gewesen. Wo sieht man schlankere, sehnigere Gestalten als in Italien? Und das lebt den ganzen Tag von Polenta und Makkaroni.«
Ich muß gestehen: ich hatte einen Augenblick den Argwohn, daß mein Freund mich verführen wolle; aber ich schämte mich sofort dieser häßlichen Regung und bestellte mir Filetbraten mit Makkaroni und reichlichem Käse.
Als ich schwankte, ob ich mir ein drittes Glas Pilsner bestellen dürfe, fragte mich mein Freund:
»Wieviel hat Ihnen denn Ihr Arzt erlaubt?«
»Einen Krug,« versetzte ich.
»Macht vier,« sagte er.
»Wieso?«
»Nun, wenn er Ihnen einen gestattet, so nimmt er an, daß Sie zwei trinken; ein guter Arzt gestattet seinem Patienten aber nur dann zwei Krüge Bier, wenn er weiß, daß ihm auch viere nicht schaden.«
»Ja, ein guter Arzt ist er,« rief ich, »er hat auf mich den Eindruck eines sehr intelligenten und gewissenhaften Mannes gemacht.«