»Ich krieg' doch wasch schu eschen!« schreit es nah bei meinem Ohr.
Nee, is nich, Nazi. Mein Morgenpensum ist erledigt.
»Ach, da ist ja mein Nazi!« ruft meine Frau. »Komm, sag' mir mal Guten Tag.«
»Kann nich – schu dick!« versichert er mit Ueberzeugung.
»Ja, wenn du zu dick bist, darfst du ja auch keine Schokolade essen.«
Nein, nein, das ist eine mißverständliche Auffassung; für Schokolade ist er nicht »schu dick«.
Die magnetischen Kräfte der Schokolade sind von der Wissenschaft, wie mir scheint, noch entfernt nicht in ihrer Gewalt erkannt. Wie aus dem Boden gestiegen, umstehen meine Frau im nächsten Augenblick mehrere eigene Kinder, zwei Schwestern des Herrn Nazi und einige weitere Strandbevölkerung.
Als Nazi auf dem Schoß meiner Frau sitzt, guckt er ihr minutenlang in die Augen. Irgend etwas tieferes Philosophisches scheint sich in ihm zu entwickeln. »Kannsch du mit deinen Augen schehen?« fragt er schließlich.
»Ja gewiß, Nazi! Warum soll ich mit meinen Augen nicht sehen können?«