nicht nur vollste Anerkennung, sondern er hatte noch den Erfolg, daß ein Mitglied dieser Kommission, ein alter Jurist, zu Beginn der mündlichen Prüfung die Brille aufsetzte und rief:
»Wo ist Herr Semper?«
»Das ist nämlich ein Philosoph!« rief er den andern Herren zu.
Asmus war hervorgetreten.
»Sie sind Herr Semper?«
»Jawohl!«
»Sie sind ein Philosoph, mein junger Freund; ich habe Ihre Arbeit mit herzlicher Freude gelesen; ich danke Ihnen.«
Im übrigen ging es ihm wie »auf der Fortuna ihrem Schiff«, will sagen: auf und ab. In der Lehrprobe vergriff er sich. Er sollte Ägypten behandeln, dasselbe Ägypten, das er als kleiner Junge für eine Wiese mit Störchen gehalten hatte. Und er verfuhr ganz nach der Regel: Geographische Lage, Grenzen, Gestalt, Größe, Einwohnerzahl usw. usw. Zum Nil kam er in der halben Stunde des praktischen Examens überhaupt nicht. Als er fertig war, nahm ihn Murow, der Riese, beiseite.
»Nun, me–in lieber Samper, wann man Äjüpten behandeln will, womit fängt man dann wohl am basten an?«
Da wußte er’s sofort. »Mit dem Nil,« sagte er. Und er hätte sich ohrfeigen mögen, daß er, der die Schablone haßte, sich ihr so gedankenlos und träge unterworfen hatte. Der Nil! das war