Da waren sie plötzlich wie »voll süßen
Weins«, sie gingen über Tisch und Bänke, hopsten, sprangen und faßten sich an und tanzten.
»Was soll ich nun ’mal spielen« fragte Asmus.
Ach, was mußte er da für Erfahrungen machen! Einige nannten ein paar Spiellieder, die sie in einem Kindergarten gelernt hatten; die meisten aber nannten Gassenhauer und Operettenmelodien, die auf die Drehorgel gekommen waren. Ein rechtes, gutes Volkslied nannte nicht einer; denn das deutsche Volkslied wird im deutschen Hause nicht mehr gesungen.
Asmus erzählte ihnen von dem Häslein, das der Jäger totschießen wollte, und dann sang er:
Als der Mond schien helle, Kam ein Häslein schnelle, Suchte sich sein Abendbrot, Hu, ein Jäger schoß mit Schrot.
Er sang, wie das Häslein den Mond bat, sein Licht auszulöschen, und wie es dem Jäger entkam.
Häslein ging zur Ruhe, Zog aus Rock und Schuhe, Legte sich ins weiche Moos, Schlief wie auf der Mutter Schoß.
und die Lieblichkeit von Wort und Weise, die Unschuld der Kindertage, da er sie zuerst gesungen, die Schönheit der Stunden, da er sie bei Meister Bruhn gehört und gegeigt, und die
saugende Andacht all dieser reinen Augen, die durstig an seinen Lippen hingen, überströmten sein Herz mit einem so überschwenglichen Glück, daß ihm die Augen feucht wurden.