Diesmal fiel sein Gedicht deutlicher aus. Es war etwas herkömmlich im Ton, etwas heine-geibelig sozusagen; aber deutlich war es.

»Wir standen auf hoher Warte In klarer Sommerluft; Tief unten lag die Erde In lauter Glanz und Duft.

Und über unsern Häuptern Der Himmel hoch und hehr Ein unergründlich tiefes, Ein weites, blaues Meer!

Es strebte mein Geist zum Himmel Und strebte zur Erde auch: Ihn lockte die himmlische Reine, Der irdische Wonnenhauch.

Fern waren Erd’ und Himmel; Du aber warst bei mir, Und haften blieb mein Auge, Das sehnende – an dir. –

Du bringst mir irdische Wonnen Auf rosigen Lippen dar; Es fließt der Schönheit Zauber Von deinem goldnen Haar.

Du trägst des Himmels Reinheit Und Frieden im Angesicht; Treu glänzen deine Augen Wie seiner Sterne Licht.

Vergessen die prangende Erde, Vergessen das himmlische Zelt! In dir halt ich umfangen Den Himmel, die Erde – die Welt!«

Er hatte erst schreiben wollen:

»Von deinem braunen Haar«