Er fuhr aus seinen Gedanken auf und starrte in das Gesicht einer Frau, die ein Kind auf dem Arme trug.
Ja, war’s denn möglich – das war ja Adolfine Moses, die mütterliche Gespielin früherer Jahre, die treffliche Sibylle, in deren Hexenküche er so manchen Buchweizenkloß gegessen hatte, die ihm die erste Nachricht vom Ausbruch des Krieges mit Frankreich gebracht hatte.
»Kenns mich woll ganich mehr?« rief Adolfine und verzog lachend den Mund bis an beide Ohren.
»Aber natürlich, Adolfine, natürlich kenn ich dich!« rief Asmus. Ihre Häßlichkeit war im
wesentlichen nicht anders geworden, nur reifer.
»Wie geht’s dir denn?«
»Och, ich bin jetz verheirat’t. Dies is mein Jung; mags ihn leiden?«
»Ja, natürlich,« sagte Asmus.
»Was bist du denn geworden,« forschte Adolfine.
»Ich will Lehrer werden,« antwortete Asmus.