»Komm, Peter! Lege einmal deinen Kopf hier neben mich!«

Er kam. Als sein Kopf neben dem ihren lag, war es ganz still in ihm.

Sie wußten nicht, wie lange sie so gelegen hatten. Da kam Julie mit einem weichen kleinen Lachen in die Höhe.

»Siehst du, wenn du heute nacht hier liegst, wirst du denken, daß ich ebenso wie jetzt bei dir bin. Dann mußt du sogar deine Arme ganz fest um mich legen!«

Sie strich noch einmal mit der Hand über das Kissen; dann gingen sie hinüber.


Es war Schnee gefallen, und Julie ging mit Peter Owen durch den Tiergarten. Er erzählte ihr vom Winter zu Hause, von seiner Mutter, von seinen alten Träumen. Aber Julie war heute Freude, nur Freude. Sie freute sich, daß der Schnee unter ihren Füßen knirschte, daß Peter neben ihr ging, daß sie jung war, und daß es Entsetzen geben würde, wenn Stockmanns sie mit ihm zusammen sähen.

Sie war ganz Freude; der Sinn seiner Worte glitt an ihr vorüber, aber der stille Klang kam zu ihr hinein, zu allem Jubelnden, das in ihr war, und schuf einen Unterton von Wehmut, der Glück nur um so inniger macht. Alles, was an Empfindung in ihr war, streckte sich aus, alle Sehnsucht kam, nach Schönheiten zu suchen, sie war mitten im Leben und wollte leben!

Dann waren sie oben bei ihm.

»O Peter, wie glücklich ich bin!« sagte sie. »Du machst mich so glücklich!«