Teetjes Wagen hatte sie am Bahnhof abgeholt. Agnes Elisabeth hatte mitfahren wollen, war aber im letzten Augenblick nirgends zu finden gewesen. Nun hielt sie vor der weißen Gartenpforte.

Gesche stürmte aus dem Hause, strahlte über das ganze Gesicht und wischte vor freudiger Verlegenheit mit den Händen über die Schürze. Teetje stieg vom Bock, hob die Koffer herunter:

»Man too, Gesche, faten Se ok man mit an!«

Julie sprach zwar noch mit Gesche, aber Teetjes Worte schienen hier vorzugehen. Unterwürfig griff Gesche zu und schleppte die Sachen mit hinein. Ein paar halbe Worte kamen zu Julie hinüber:

»Fräulein het seggt — man blot up de Däälen ...« Und dann Teetjes barsche Stimme:

»Hä, wa, — Narrnkram! Man foors rin damit in die Stubben!«

Die beiden verschwanden im Haus, und Julie ging ihnen langsam nach.

Die Malvenstöcke standen noch da, aber wieviel größer waren sie geworden! Früher war eine blaßrosa dazwischen gewesen; jetzt gab es nur dunkelrote.

Unter den Linden dämmerte das alte grünglasige Licht. Wie stark sie dufteten! Die grünen Bänke erschienen dunkler, ein klebriger Glanz lag über ihnen; er kam von den Lindenblüten.

Auf der Diele gackerten zwei Hühner, in der Mitte schlief, ein schwarzer Knäuel, die Katze. Die Dielenuhr schlug halb fünf. Warum nur Agnes Elisabeth nirgends zu sehen war?