»Du wirst sie wohl nicht zu sehen bekommen! Weil du dich ohne sie verheiratet hast!« Sie brach ab; nach einer Weile kam es schwerfällig hinterdrein: »Ach ja, ich habe dich noch nicht gefragt: Wie geht es deinem Mann? Peter? Nicht?«

»Ich danke dir. Es geht ihm gut!«

»Ich habe zu ihr gesagt: ›Wenn Julie es so will ...‹« Sie fand nicht weiter und nestelte an der Seide. Dann hob sie ihren Kopf und sah Julie an: »Nicht wahr? Aber Marianne natürlich ...«

»Und Marianne ist noch immer böse?«

»Du kennst sie ja!«

»Dann ist ihr nicht zu helfen!«

»Um Verzeihung bitten magst du wohl nicht?«

»Agnes Elisabeth!« rief Julie empört, aber gleichzeitig auch erschrocken.

»Ich meinte nur ... Ich muß das oft tun!« Sie legte die Seidenflechten zusammen, eine auf die andere. »Ich freue mich dann, wenn alles wieder in Ordnung ist. Mama war auch so dafür!«

Julie wollte etwas erwidern. Aber sie fühlte sich mit einem Male außerstande. Nicht nur, weil sie begriff, daß es nutzlos sein würde. Sie kam sich ausgeschlossen vor, als stünde sie vor einer Tür und könne nicht hinein.