Abend war es. Seidiger Dunst stand über dem Garten, an den Bäumen hingen ein paar Lichter, die von der schmalen Mondsichel kamen.

Um das Haus ging ein Klappern. Drüben bei Agnes Elisabeths Wohnzimmer fing es an, kam hinten herum ... Plötzlich erschien Agnes Elisabeth vor Julies Fenster und schlug den Laden zu.

»Was soll das?« rief Julie hinaus. »Warum tust du das?«

»Das muß so sein! Man ist dann sicherer!«

Julie kam ans Fenster und lehnte den Laden wieder zurück. »Aber, Agnes Elisabeth, das haben wir früher nicht getan!«

»Es ist auch anders geworden!«

»Bei mir müssen die Fenster aufbleiben! Ich fürchte mich nicht!«

In Agnes Elisabeths Stimme kam ein weinerlicher Ton:

»So schließe wenigstens die Tür ab, Julie! Es ist nicht mehr wie früher!« Sie stand auf dem Rasen, einen Rechen in der Hand, mit dem sie die Wege noch einmal nachgesehen haben mochte. Julie beugte sich zu ihr hinaus.