Es war ganz still. Die Ungeheuer stiegen um sie herum, krochen am Boden, bäumten sich auf ... Aber es war ganz still. Die Stille sauste in ihren Ohren.
Dann hörte sie ein Schurren, als ob etwas über das Eis wische. Krisselnder Schneestaub war es, den der Nebel fegte.
Dann ward es ein Glucksen, wie wenn Wasser in dünnen Schuhen steht. Taufeuchtigkeit drängte von unten herauf.
Lange Zeit hörte sie das und begriff es noch immer nicht.
Plötzlich aber fühlte sie es. Sie fühlte, daß kein Baum, kein Strauch zu sehen war, kein Himmel über ihr, nichts, nichts als Nebel.
Sie war allein gelassen. Ganz allein mit diesem Nebel, mitten in den Wiesen. Es war nicht Mittag, es war nicht Abend, es war nicht Nacht ... Das Eis wollte sie nicht mehr haben, die Sonne war weggegangen, die Häuser hatten sich zugedeckt, und die Menschen ...
Sie begann zu schreien. Sie begann zu laufen. Sie lief und schrie. Das Eis schrie mit ihr, schrie sich aus in brechendem Krachen. Sie lief. Der Nebel lief hinter ihr her und jagte sie, und das Wasser spritzte herauf, bis in ihr Gesicht.
Sie lief und es kam kein Ende.
Plötzlich bewegte sich etwas unter ihr, krümmte sich ...
Die ganze Fläche schwankte. Von weit da drüben kam es und von jener Seite und von überall und schwankte mit ...