Marianne hob träge den Kopf und sah zu der Tante hinüber.
»Denkst du denn, wir lassen unser Haus im Stich?!«
»Ihr könnt es ja als Sommerwohnung behalten,« meinte der Vormund, »wie es sich euer Vater auch anfänglich gedacht hat. Das Haus in der Stadt ist jetzt zwar noch vermietet; der Kontrakt läuft aber zum Oktober ab, und ich könnte am 1. Juli noch kündigen. Eure Verhältnisse sind ja, Gott sei Dank, so, daß ihr zwei Häuser bewohnen könnt. Und für Evelyns Stunden ist es doch überaus wünschenswert, daß ihr, wenigstens im Winter, in der Stadt wohnt.«
»Ich danke dir herzlich für deine Bemühungen, Onkel Wilhelm,« sagte Agnes Elisabeth. Sie legte den Kopf zurück und setzte in energischem Tone hinzu: »Wir wollen hier draußen bleiben! Mit Evelyn ist es ja bisher sehr gut gegangen; eine Änderung für dieses halbe Jahr ist wohl nicht nötig.«
Evelyn neigte den blonden Kopf ein wenig zur Seite. »Laß uns nur nicht weggehen!«
»Wir passen überhaupt nicht mehr in die Stadt!« warf Julie ein. »Hier kümmert sich kein Mensch um uns. Hier sind wir glücklich!«
Der Vormund wiegte den Kopf.
»Ihr seid sonderbare Geschöpfe! Warum wollt ihr euch denn so abschließen? Ihr habt hier ja nichts von eurem Leben! Euch fehlt jede Anregung!«
Julie richtete ihren Oberkörper straff auf und schob die Hände vor.
»Onkel Wilhelm!«